Job-Initiative 2014

Erste “Jobinitiative Wittlich” startet als Erfolg
Rund 2.000 Besucher informieren sich im EVENTUM

Rund 2.000 Besucher haben die erste Wittlicher Jobinitiative im EVENTUM besucht. Hier haben sich am vergangenen Sonntag und Montag 45 Ausbildungsbetriebe präsentiert und über ihre Ausbildungs-und Stellenangebote in der Region Wittlich informiert. Bei der Fachmesse „Jobinitiative Wittlich“ nutzten Schüler, Facharbeiter und Unternehmer die Gelegenheit, an zwei Tagen miteinander ins Gespräch zu kommen. Die großartige Resonanz übertraf damit alle Erwartungen. Stadt, Aussteller und Initiatoren sind vollauf zufrieden mit dem Start der Messe.

„Das größte Kapital ist der Mensch in jedem Unternehmen!“ sagte Bürgermeister Joachim Rodenkirch bei seiner Eröffnungsrede. Daher stünden bei der Jobinitiative auch die Menschen im Vordergrund. Die vier Säulen der Messe seien die Themen Ausbildung, Weiterbildung, Karriere und Fachkräfte. Die Jobinitiative richte sich auch an Jugendliche, die die Stadt verlassen haben, um diese wieder an die Region zu binden.

„Wir sind total begeistert“, sagte Initiator Stefan Bohl von der Agentur Bohl Design & Kommunikation aus Bitburg. Im Wittlicher Eventum präsentierten sich Firmen und Einrichtungen aus den Bereichen Handwerk, Banken und Sparkassen, Soziales und Gesundheit, Bundeswehr, Polizei, Verwaltung, Einzelhandel, Landwirtschaft und Weinbau, Kammern sowie Versicherungen. Die Stadt Wittlich stellte sich als Kooperationspartner der Jobinitiative zur Verfügung. Rainer Wener und Heribert Lorscheider, Wirtschaftsförderer bei der Stadtverwaltung Wittlich, begleiteten und unterstützten die erste Wittlicher Jobmesse.

Alle Bilder: Jan Mußweiler

Die Fachmesse spiegelte Wittlich als starken Wirtschaftsstandort und präsentierte das große und attraktive Angebot gebündelt unter einem Dach. Eine gute Gelegenheit für Fachkräfte und Ausbildungsplatzsuchende die Möglichkeiten auszuloten. Phillip Groß, selber im dritten Ausbildungsjahr bei der Firma Clemens, stellte die attraktiven Seiten einer guten Ausbildung heraus: „Wir lernen fächerübergreifend die ganze Palette der Metallverarbeitung.“ Zehn Ausbildungsplätze stehen pro Ausbildungsjahr in dem Unternehmen zur Verfügung. Die Firma bildet etwa Konstruktionsmechaniker, Mechatroniker, Produktdesigner, Elektrotechniker und Betriebstechniker aus. Neu in die Liste aufgenommen wurde der Industriemechaniker. „Das ist ein In-Beruf, deshalb bieten wir den jetzt mit an“, erläuterte Rudolf Ossowski, seit 33 Jahren Ausbildungsmeister bei der Firma Clemens. Ein paar Stände weiter informierte Hermann Dahm von Ideal Standard über wenig bekannte Nischenberufe. „Wir haben sieben Ausbildungsberufe und suchen für dieses Jahr noch den Gießereimechaniker, den Oberflächenbeschichter und den Werkzeugmechaniker.“ Dahm empfahl, Bewerbungen für den Start der Ausbildung im August 2015 bis diesen Oktober einzureichen. Das Maschinenbauunternehmen Benninghoven stellte ebenfalls neue Ausbildungsberufe vor und lockte als international agierendes Unternehmen mit Praktikumsplätzen in England und Frankreich. Die Aussteller zeigten, dass sie sich etwas einfallen lassen, um auf die sinkenden Bewerberzahlen zu reagieren.

Die Jobinitiative sehen sie als große Chance, geeignete Bewerber auf sich aufmerksam zu machen. Mit dem Ergebnis sind die Vertreter der Unternehmen zufrieden, auch die Stadtverwaltung zog ein positives Fazit. „Insbesondere am Sonntag seien im EVENTUM sehr effektive Gespräche gelaufen“, resümierte Wolfgang Lauer, Personalleiter bei der Stadtverwaltung Wittlich. Und gerade auf diese komme es bei einer solchen Fachmesse an, unterstreichen die Initiatoren Stefan Bohl sowie Dirk Adams von der gleichnamigen Trierer Agentur. Sie wollen die Jobinitiative in jedem Fall fortsetzen. „Die Bewerberzahlen sind rückläufig, daher sind solche Veranstaltungen sehr wichtig für die Zukunft, um später gutes Personal zu finden“, untermauert Lars Henrich, Ausbilder bei Benninghoven, die Idee von Seiten der Betriebe.

Auch das Duale Studium war ein starkes Thema bei der Jobinitiative, wie am Stand des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums Wittlich (ÜAZ). Ausbildungsmeister Georg Schabio informierte darüber, welche Möglichkeiten der Duale Studiengang Bachelor of Engineering bietet. In Workshops konnten Gäste ihr Geschick beim Verlöten elektronischer Bauteile testen oder am Nachbarstand Armaturen aus Wachs gießen. Zum Anfassen waren auch die Fahrzeuge der Bundeswehr aus Gerolstein, die vor der Halle ein Dingo-Allschutz-Transport-Fahrzeug, einen Geländewagen vom Typ Wolf und ein Satellitenkommunikationssystem aufgestellt hatte.

Zusätzlich zu den persönlichen Gesprächen lieferte eine Podiumsdiskussion am Eröffnungstag Informationen darüber, wie Betriebe Mitarbeiter finden und binden können. Weitere Vorträge widmeten sich etwa Berufen bei der Bundeswehr, den Möglichkeiten des Dualen Studiums, der Förderung von jungen Frauen auf dem Arbeitsmarkt oder den Karrierechancen im Handwerk. Der Montag stand ganz im Zeichen der Schüler, die sich über die Vielfalt der Ausbildungs- und Karrierechancen vor der Haustür informierten. Rund 1.400 Schüler aus der Region nutzten am zweiten Messetag das Angebot.

 

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